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Hemant Nagda

Erfahrungsbericht von Hemant Nagda

Als ich für ein Stipendium im Rahmen des „Global Engineering“-Programms am Northern Institute of Technology Management (NIT) in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) ausgewählt wurde, war das für mich ein wirklich spannender Augenblick. Durch das Programm konnte ich an der TUHH meinen Master in Verfahrenstechnik und meinen MBA in Technologiemanagement machen, gleichzeitig aber auch Deutsch am Goethe-Institut lernen. Als Teil des Lehrplans an der TUHH habe ich ein dreimonatiges Praktikum bei der ThyssenKrupp Uhde GmbH in Dortmund absolviert. Dort habe ich in der Abteilung Wasserstoff und Nitrate gearbeitet und mich auf Verfahrenstechnik konzentriert. Das war meine erste Erfahrung mit der deutschen Arbeitsmentalität. Die Arbeit bei der ThyssenKrupp Uhde GmbH hat mir wirklich gefallen. Am faszinierendsten war die freundliche und offene Atmosphäre im Büro. Alle, die ich gefragt habe, waren immer hilfsbereit. Sie haben meine Ideen immer unterstützt, auch wenn die am Anfang etwas trivial waren. Von Anfang an hatte ich Gelegenheit, in verschiedenen Bereichen der Abteilung Wasserstoff und Nitrate zu arbeiten, darunter die Dampfumwandlung und EnviNOx®-Technologie. Zu den wichtigen Aufgaben in meinem Praktikum gehörte die Untersuchung des Gleichgewichts in Dampfwandelreaktionen, die Analyse von Verfahrensdaten für Anlagen mit EnviNOx®-Technologie, hydraulische Berechnungen für die Wasserstoffgewinnungsanlage etc. Dadurch hatte ich viel Abwechslung bei der Arbeit. Ich konnte sogar einige Ingenieurs- und Management-Kenntnisse anwenden, die ich während des Studiums gelernt hatte. Und ich bekam Gelegenheit, an einigen der technologischen Kernbereiche zu arbeiten, so dass ich das Gefühl hatte, tatsächlich etwas zum Mehrwert des Unternehmens beizutragen. Ich muss sagen, dass die Stimmung bei ThyssenKrupp Uhde immer sehr ermutigend war, aber niemals gezwungen oder unangenehm.

Mein Studium am NIT, vor allem im Bereich Management und Soft Skills, hat mir geholfen, die Organisation eines globalen Unternehmens und die deutsche Arbeitshaltung besser zu verstehen. Klar, es war nicht immer einfach, weil ich nicht besonders flüssiges Deutsch sprach; aber meine Kollegen haben mich immer verstanden und unterstützt. Durch das Praktikum konnte ich mein Deutsch sehr viel verbessern.

Ich werde vor allem den „Praktikantenstammtisch“ in guter Erinnerung behalten, der alle Trainees der ThyssenKrupp Uhde GmbH an einen Tisch gebracht hat – für den interkulturellen Erfahrungsaustausch. Es war einfach wunderbar, Mitstudenten zu treffen und kennenzulernen, die an unterschiedlichen Unis studierten und in unterschiedlichen Abteilungen arbeiteten.

Alles in allem hat mir mein Praktikum bei der ThyssenKrupp Uhde GmbH nicht nur gezeigt, wie man in der Organisation Mehrwert schafft, sondern hat mir auch geholfen, mich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln.